AStA wahrscheinlich rot-rot-grün
Der AStA wird im nächsten Jahr scheinbar von einer Kaolition aus CampusGrün/Die Orangen, Juso-HSG und Linker Liste gestellt. AStA-Sprecher soll Juso-Urgestein Sven Bingel werden. Darüberhinaus sollen alle Studis künftig 90 Cent mehr pro Semester an die Studierendenvertretung bezahlen. Dies geht aus einem internen Mailverkehr hervor.
Am 9. Februar findet die konstituierende Sitzung des XXXVII. Studierendenparlamentes statt. Vorraussichtlich wird auf dieser Sitzung auch der neue AStA gewählt. Über die Koalitionsgespräche war bislang wenig an die Öffentlichkeit geraten. Jetzt liegen TrUNews jedoch Informationen vor, die etwas Licht ins Dunkel bringen. In einer internen Mail legt ein Mitglied der Koalitionsrunde den aktuellen Verhandlungsstand offen.
Zunächst der wichtigste Fakt, die zu erwartende Koalition aus CampusGrün/Die Orangen und der Juso-HSG soll offensichtlich um die Linke Liste erweitert werden. Man erhofft sich dadurch scheinbar die knappe Mehrheit von nur einer Stimme gegen eventuelle Abweichler oder auf StuPa-Sitzungen fehlende Parlamentarier abzusichern. Neu ist diese Kombination hingegen nicht. Bereits vor drei Jahren wurde in einer vergleichbaren Situation im StuPa auf eine rot-rot-grüne Koalition zurückgegriffen.
AStA-Sprecher Sven Bingel, PolBil-Referent Simon Lochmann
Auf der wichtigsten Position der studentischen Exekutive trifft man auf ein bekanntes Gesicht. Für den Posten des AStA-Sprechers hat man scheinbar ein politisches Schwergewicht der Juso-HSG reaktiviert. Sven Bingel, vor Jahren bereits aktiver Hochschulpolitiker in StuPa und AStA, soll diesen Posten 2011 bekleiden. Für viele langjährige Beobachter der Trierer Hochschulpolitik sicherlich eine große Überraschung.
Ansonsten ist über die personelle Zusammensetzung noch wenig bekannt. Lediglich für den Posten des Referenten für politische Bildung gibt es offenbar bereits einen Namen. Hier findet sich mit Simon Lochmann wahrscheinlich auch einer der wichtigsten Vertreter der Linken Liste im AStA wieder.
AStA-Strukturdebatte, “Arbeiter_innenkinder” und 90 Cent mehr an Semesterbeitrag
Darüberhinaus will man im StuPa im kommenden Jahr eine Strukturdebatte anstoßen, die ergebnisoffen dafür sorgen soll AStA und StuPa fit zu machen für die Herausforderungen der Bologna-Reform. Neu hinzukommen soll, auch wenn dort noch Diskussionsbedarf besteht, das Thema “Arbeiter_innenkinder”, das zukünftig als Querschnittsthema dem Sozialreferat und dem Referat für Politische Bildung zugeordnet werden soll. Verstärkt sollen außerdem die Arbeitsbedingungen der studentischen Hilfskräfte an der Universität thematisiert werden.
Eine zumindest in geringem Umfang spürbare Veränderung für die Studierenden wird es nach dem Willen der Koalitionäre beim Semesterbeitrag geben. Zum einen soll der Beitrag für den Sozialfonds von 0,35 € auf 0,75 € angehoben werden. Begründet wird dies mit dem steigenden Bedarf an vorübergehenden Unterstützungsleistungen. Zum anderen sollen die Studierenden künftig mit 0,50 € pro Semester das Nachtbusangebot des AStA mitfinanzieren. Heftige Debatten im StuPa sind wohl zu erwarten. Dennoch bleibe das Ziel aber eine Übernahme der Finanzierung des Nachtbusses durch die Stadt. Insgesamt plant man also eine Anhebung des Semesterbeitrages um 0,90 € pro Semester und Studierenden.
Ansonsten setzt man in der Koalitionsrunde auf überwiegend bekannte Konzepte. Es wird weiterhin langfristig die Verhandlungshoheit über das Semesterticket angestrebt. Ökologie, vegane Speisen und fair gehandelte Produkte sollen unterstützt, Wirtschaftseinflüsse auf die Hochschulen bekämpft werden. Der AStA soll darüberhinaus Mitglied im fzs bleiben.
Vieles spricht also für eine interessante konstituierende Sitzung des StuPa und für eine spannende Legislatur.
Umfrage zum Thema
Die AStA-Koalition wird wahrscheinlich aus CampusGrün/Die Orangen, der Juso-HSG und der Linken Liste bestehen. Was ist eure Meinung dazu?
- Unfassbar. Linke Dogmatiker gehören nicht in einen AStA. (47%, 79 Votes)
- Sehr gut. Endlich wieder ein klassisch linker AStA. (42%, 71 Votes)
- Mir egal. Ich war nicht mal wählen. Warum sollte mich das jetzt interessieren? (11%, 23 Votes)
Total Voters: 168




Na endlich mal eine Umfrage in der auch Nichtwähler angesprochen werden! Sollte man öfter tun…
Wer hat denn da wohl geplaudert?
Ich muss jetzt doch mal die Frage loswerden: Ist das eine Finte? Ich kann das irgendwie nicht richtig glauben.
Echt das Letzte!! Bei einer einer Wahlbeteiligung unter 10% undglaublich eine Erhöhung der Beiträge anzustreben. Aber was will man hier schon erwarten.
Geringe Wahlbeteiligungen begünstigen die Radikalen und Extremisten. Es bewahrheitet sich hier wieder sehr anschaulich.
Was heißt denn “interner Mailverkehr”?
Wurden die Infos freiwillig offen gelegt? Von wem? Wie vertrauenswürdig ist die Quelle?
Klingt schwer nach Gerüchteküche. Warum sollte jemand aus den HSGs diese Infos rausgeben, wenn sie noch nicht offiziell sind? Ist doch höchst kontraproduktiv…
Naja, dafür gibt’s hier endlich wieder Halligalli
90 Cent machen den 200-Euro-Bock wirklich nicht mehr fett. Außerdem ist der Beitrag seit Jahren nicht mehr erhöht worden und der AStA bietet ja auch einiges für die Studis (Nachtbus, Sozialfond, Bafög Beratung, Kino, …)
Mir fallen die Augen aus dem Kopf… wenn das so kommt, kann man sich im StuPa wieder auf was gefasst machen…
@Hohu: 90 cent auf 200 € nicht, aber der Anteil für Gremien der Studierenden wird damit um gute 10% (!) pro Semester erhöht. Für einen vermutlichen AStA der sich ansonsten die Bedürfnisse der Studierenden bspw. sog. “Arbeit_innenkinder” auf die Fahnen schreib, ist das schon ein ziemlich (pardon) beschissenes Signal!
Ich würde mich als einer von deren Wähler ziemlich (wieder pardon) verarscht fühlen. Wirklich.
Na, das war ja mal wieder klar, dass sich nach so einer Meldung die Menschen auf dieser Plattform das Maul zerreißen.
Der Semesterbeitrag wird nach und nach von der Universität erhöht, an die Studierenden fließt nichts zurück. In einem Koalitionsvertrag wird beschlossen nach was weiß ich wie vielen Jahren den Beitrag um 90cent anzuheben, damit der Sozialfond und der Nachtbus ausgebaut werden kann ( was eigentlich auch Aufgabe der Uni und der Stadt sein könnte) und alle beschweren sich. Hätte man nichts besprochen, wäre das wahrscheinlich auch wieder falsch. So sind sie eben die Wähler_innen und Nicht-Wähler_innen.
Auch wenn nur eine geringe Anzahl der Studierenden gewählt haben, so ist es nur konsequent, wenn der Wählerwille der wählenden Mehrheit vertreten wird. So ist das nun einmal in der hier herrschenden Demokratie, so unglaublich es auch klingen mag. Vielleicht sollte sich Mensch lieber mal Gedanken über politische Partizipation machen, bevor sie sich beschweren.
Auch nicht verwunderlich, dass jetzt direkt die Extremistenkeule wieder rausgeholt wird. So diffarmiert man einfach leicht Menschen, ohne sich inhaltlich mit ihnen auseinandersetzen zu müssen. Ist meistens einfacher und man muss nicht selber nachdenken.
Wer mit dem AStA nicht zufrieden ist kann ja bei den nächsten Hochschulwahlen anders wählen, mobilisieren oder einfach selbst mal in den AStA gehen und hochschulunabhängig mitarbeiten. Sprich: Den Arsch hochkriegen und politische Arbeit leisten, jenseits der extremistischen Nachtbus- und Sozialfondförderung oder der radikalökologischen Forderung Öko-Papier in den Druckern der Bibliothek zu benutzen.
Wo haben sie denn Sven Bingel ausgegraben??? Ich dachte immer mit der Zeit wird man erwachsen und kümmert sich um ernsthaftere Sachen als den AStA, woher dieser Rückfall? Ich hoffe da auf ein klärendes Interview mit TrUNews.
Steht denn schon was fest zum Thema Aufwandsentschädigungen? Nicht dass die 90ct Beitragserhöhung nur dazu dienen die AE’s wieder an die Höhe der vorletzten Jahre anzuheben. Man sollte im und außerhalb des AStA erst einmal eine öffentliche Diskussion und Überprüfung der Ausgaben anstoßen, bevor man zum letzt möglichen Mittel, der Erhöhung der Pflichtabgabe, greift. Nur so kann der AStA bestätigen dass er sich tatsächlich an den Interessen ALLER Studierender orientiert und nicht nur an den Zielen einer kleinen, übermäßig an Politik und Streit(un)kultur interessierten Clique.
Mein Beileid an alle StuPa Mitglieder, egal welcher Fraktion, die sich diese Legislatur mit den absehbaren Eskapaden des AStA’s auseinandersetzen dürfen.
Das sind Spannung und Emotionen, wie mensch sie sich als Wähler_in nicht schöner wünschen könnten! Ich freue mich schon auf einen kämpferischen Auftritt aller Fraktionen bei der ersten StuPa-Sitzung: Das Dschungel-Camp wird dagegen NICHTS gewesen sind!
Ich fordere Schmerzens… äääh Sitzungsgeld!
Das Prinzip ist relativ einfach:
Es wird gewählt, die stärksten Fraktionen bilden eine Koalition und setzen ihre Wahlprogramme in ein Koalitionsprogramm um.
Wer sich darüber beschwert, beschwert sich über den normalen Vorgang einer demokratischen Legitimation.
Finde ich alles nicht so skandalös irgendwie.
Wer zur Wahl geganegn ist und nicht eine der Hochschulgruppen gewählt hat, die am meisten Stimmen bekommen haben, darf natürlich frustriert sein, aber gleich in Verschmähungen zu verfallen zeugt doch von eher simplen Gemüt.
Die Erhöhung scheint mir (nach aufmerksamen lesen des “Artikels” eher daraus zu resultieren, dass die Stadt nicht die notwendige Infrastruktur schafft und der AStA probieren muss, das aufzufangen. Sowie auch die Kürzung der Hochschulfinanzierung sich auf die Verwaltung der Uni eher negativ auswirkt und somit das Sozialreferat die “verwaltungsrückständigen” Fälle mit auffangen muss.
Eine Selbstbereicherung des AStAs ist hier nun wirklich nicht zu erkennen, eher eine schmerzhafte Notwendigkeit der die Studis mal auf kommunal-politischer und landespolitischer Ebene nachgehen sollten…
Denn oft liegt da des Übels Wurzel (zuminest was die Finanzierung von Hochschulpolitik angeht!).
1) Irgend jemand hat auch mal erzählt das spinat gesund ist…
2) Die meisten extremisten tummeln sich auf trunews…
3) Um die finanzkontrolle kann sich ja dieses jahr ja mal die opposition kümmern, der rcds soll da ja eine (schwer-)gewichtige stimme haben!
mir sagte letztens ein mitglied der grünen, dass eine starke hand den asta nächstes jahr führen soll. er/ sie betonte, sven bingel wäre nicht die richtige person dafür. die gespräche der koalitionsrunde stehen wohl so, dass auch felix hofmann (ehemals co-referent im referat für politische bildung) im gespräch für den komi steht.
@ Rosa1919:
Spinat ist nach wie vor gesund.
Zum Rest äußere ich mich lieber nicht, hat ja eh keinen Sinn.
Also Felix Hofmann fänd ich akzeptabel!
Wie zu hören ist, hat der Artikel ja nochmal einiges in Bewegung gebracht bei der Koalitionsrunde. Angeblich soll Arne Schott jetzt doch wieder im Gespräch sein für die Position PolBil-Referenten. Ich fände das super.
Und wie es aussieht scheinen, nach Veröffentlichung des Beitrages, die Vorbehalte gegen ein KoMi Sven Bingel doch ziemlich groß geworden zu sein. (siehe Kommentar von peter) Warum wollen die Grünen eigentlich das KoMi nicht stellen? Florian Kaiser wäre doch z.B. nochmal ein geeigneter Kandidat
Felix Hofmann ist ein wirklich guter Vorschlag!
Er hat im letzten AStA im PolBil sehr gute Arbeit geleistet und
ist ein Mann des Ausgleichs.
Eine Nominierung von Felix Hofmann wäre endlich einmal ein Zeichen gegen die strukturelle Benachteiligung von Bachelor-Studierenden im AStA!
Was geht denn hier ab? Wer ist denn bitte Felix Hofmann. Ich kenn den nich.
Felix Hofmann in das Amt des koordinierenden Mitglies zu schicken, wäre nach der Verpflichtung Erich Ribbecks als Trainer der deutschen Fußball Nationalmannschaft und dem Ausbruch der Vogelgrippe in der Neuzeit die größte Fehlentscheidung in der deutschen Nachkriegszeit.
Ach, ihr Spaßvögel
Felix ist ein neoliberal-konservativer Genosse, der Sarrazin der Trierer Juso-Hsg. Fiel im letzten AStA u.a. durch seinen schlechten Humor und seine Ahnungslosigkeit auf (ich sag nur Aids-Leugner als Referenten einladen).
Wenn der AStA wirklich einen Föhrer braucht, ist Felix sicher ‘ne gute Wahl, hab gehört, er hat da Erfahrung.
Allerdings bezweifel ich, dass das mit Grün und Dunkelrot zu machen ist
Es gibt übrigens sehr viele Bachelor-Studis im AStA, ich würd mal sagen… 80%?
Felix Hoffmann kommt aus der Mitte der Trierer Studierendenschaft.
Er hat aus der AIDS Sache gelernt und hat im November unter anderem die besucherstärkste AStA Veranstaltung (Heiner Flassbeck) auf die Beine gestellt. Er hat den Anspruch nicht nur die Menschen zu berücksichtigen, die im Dezember tatsächlich wählen waren, sondern auch die 14.000 anderen Studierenden.
Er ist prädestiniert für den Job des KoMi!
ach leute …
den felix haben wir doch schon als präsidenten eingeplant – da ist ja auch eine nachfolgeregelung zu treffen…
Aktueller Stand vom Juso-Verteiler:
Komi: Simon Lochmann (Lili)
Co-Komi: Annika Jähnke
co-komi: Christian Trompeter (Campus Grün)
Hopo: Ben Gassen (Campus Grün)
Polbil: Arne Schott (Lili) mit Omid N. und Felix Hoffmann (jusos)
Ökoreferat: Kilian Krumm (jusos)
Sozialreferat: Enrico Liedkte (jusos)
Finanzer: Sven Bingel (als 400€ job, wollte keiner machen)
Antirass: Jan Walter
Mobilität und Kommunales: will keiner machen, vermutlich fusion mit ökologie
Arbeiterkinderreferat: Moritz Riesinger (Jusos)
Kulturreferat: Julia Heinz (lili) + personen aus dem jetzigen kulturrerfat!
Ja so habe ich das auch vernommen.
Das kommt davon, wenn man seine Notizen immer ungeschreddert in die Klomülltonnen wirft…
ich hab gehört T. Schneider sei im Gespräch fürn Finanzer, da man den Liberalen die höchste Kompetenz in sozialökonomischen Fragen nachsagt, dies geschah angeblich auf Druck der Linken Liste.
Hm, schon interessant. Hier scheint es wohl einigen nicht zu schmecken, dass die AStA-Koalition ihre Informationen nicht beisammen halten kann. Und jetzt werden hier wildeste Spekulationen losgetreten nur um von den eigentlichen Tatsachen abzulenken:
- der AStA wir mal wieder unter massiver Mithlife von Extremisten gestellt
- der AStA will die Beirträge kräftig anheben, um den eigenen Haushalt zu entlasten. Man darf gespannt sein, wann die erste Erhöhung der sog. Aufwandsentschädigungen kommt
Wer dafür letztlich personell verantwortlich sein wird ist doch egal.
Das sind doch alles nur Scheindiskussionen hier. Es ist genau so, wie es in dem Artikel beschrieben ist. Punkt und aus!
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