Oliver Wolf: “Keine Gewinner, sehr wohl aber Verlierer”
Manchmal wundert man sich doch über die Parallelen zwischen Hochschul- und Bundespolitik. Zwar werden wir in der kommenden Senatssitzung keine ganz so spannenden Szenen wie in der Bundesversammlung erleben. Dennoch haben auch wir schon zwei Anläufe zur Wahl eines Mitglieds des Hochschulrats hinter uns gebracht, die zwar keine Gewinner, sehr wohl aber Verlierer hervorgebracht haben. Ob sich die Parallele im dritten Wahlgang fortsetzt und ein Ergebnis hervorgebracht wird, bleibt fraglich. Dass der erste Durchgang keinen Sieger hervorgebracht hat, mag aus studentischer Sicht noch einen Erfolg dargestellt haben. Doch dass sich der Senat trotz der Zurückhaltung der Studierenden bei der Nominierung eines Kandiaten im zweiten Wahlgang nicht dazu durchringen konnte, den einzigen Kandidaten zu wählen, muss verwundern. Insbesondere angesichts der Tatsache, dass es keinerlei kritische Nachfragen an Prof. Müller-Fürstenberger gab, grübelt man über die Motivation der “Nein”-Wähler.
Wir Studierende können dies nur als Signal dahin deuten, dass es den Professoren gleichgültig ist, ob nun ein Vertreter aus ihren eigenen Reihen oder aus den Reihen der Studierenden in den Hochschulrat gewählt wird. Wir sollten nun keinerlei Zurückhaltung mehr gegenüber anderen Kandidaturen üben! Wir haben jedes Recht, wieder einen eigenen Kandidaten in’s Rennen zu schicken.
Oliver Wolf ist Mitglied des Senates und der ULI-LHG sowie deren ehemaliger Vorsitzender.















Wie recht du hast!
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